Freitag, 23.10.2026

Zwei kritische Schwachstellen in der Programmiersprache PHP, die auch für eine Vielzahl der aus dem Internet erreichbaren Webanwendungen und Webseiten genutzt wird (betroffen sind u. a. WordPress, Drupal, TYPO3 oder Joomla), haben am 21. Oktober 2026 dafür gesorgt, dass weltweit eine Vielzahl von Webseiten vorsorglich abgeschaltet und somit nicht erreichbar waren [1].
Von dieser vorsorglichen Abschaltung war auch die Webseite der KDSA Nord betroffen; die Seite ist nunmehr wieder erreichbar.

Detaillierte Informationen sowie Hinweise zu Gegenmaßnahmen finden sich u.a. auf der Webseite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) [2].

In diesem speziellen Fall waren Informationen über die Schwachstellen an die Öffentlichkeit gelangt, noch bevor Updates bereitgestellt worden waren, die diese Lücken schließen. Dies hat den Handlungsdruck enorm erhöht, denn mittlerweile stehen KI-Modelle zur Verfügung, die darauf spezialisiert sind, Schwachstellen in Software zu finden und auch dazu passenden Code zu generieren, um diese auszunutzen. Auf diese Entwicklung weist u. a. das BSI in der Veröffentlichung „Auswirkungen auf die Cybersicherheit von Organisationen durch die Entwicklung im Bereich Künstlicher Intelligenz“ [3] hin.

Mit dem Bereitstehen der o.g. KI-Modelle wird die Zeitspanne zwischen dem Bekanntwerden von Sicherheitslücken und einer potenziellen Ausnutzung immer kürzer. Dies gilt unabhängig von dem hier vorliegenden Fall und erhöht für alle Einrichtungen – insbesondere bei aus dem Internet erreichbaren Systemen oder Diensten – die Notwendigkeit, beim Patchmanagement dem Faktor Zeit eine besondere Bedeutung beizumessen.

Externe Links
[1] https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/it-sicherheit-php-luecke-100.html
[2] https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Cybersicherheitswarnungen/DE/2026/2026-297981-1032.pdf
[3] https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Cybersicherheitswarnungen/DE/2026/2026-262788-1032_bits.html